James Murdoch übernimmt über seine Investmentfirma Lupa Systems knapp die Hälfte von Vox Media. Zum Paket gehören das Podcast-Netzwerk des Unternehmens, vox.com und das New York Magazine. Andere Marken wie The Verge und Eater werden ausgegliedert und in einer neuen, unabhängigen Firma weitergeführt. Das berichtet die New York Times.
Murdoch erwirbt Podcasts wie „Pivot“
Das Podcast-Geschäft von Vox Media spielt in dem Paket eine wichtige Rolle. Das Netzwerk umfasst fast 50 Formate, darunter „Pivot“ mit Kara Swisher und Scott Galloway, das Nachrichtenformat „Today, Explained“ sowie Podcasts von Wissenschaftlern, Therapeutinnen und Sportlern. Nach Angaben des Unternehmens erwirtschaftete Vox Media mit Podcasts im Jahr 2025 mehr als 80 Millionen Dollar Umsatz.
Der New York Times sagte Murdoch, er wolle kein tägliches Nachrichtenmagazin kaufen, sondern „ausführlichern, tiefgründigen Journalismus, der die Kultur wirklich reflektiert”.
Lupa Systems und Vox Media nennen keinen offiziellen Kaufpreis. Personen, die mit dem Geschäft vertraut sind, sprechen von mehr als 300 Millionen Dollar. Der Abschluss wird in den kommenden Wochen erwartet.
Vox ist eines der bekanntes digitalen Medienhäuser
Vox Media wurde 2002 von Jerome Armstrong, Tyler Bleszinsky und Markos Moulitsas gegründet, damals noch als Sportblognetzwerk. 2011 startete das Unternehmen das Technologie-Magazin The Verge. Die Newswebsite vox.com wurde 2014 von Ezra Klein, Melissa Bell und Matthew Yglesias unter dem Dach von Vox Media gegründet.
The Vox-Media-Titel „The Verge” und „Eater” sind nicht Teil des Verkaufs an Murdoch.
James Murdoch ist der Sohn von Medienmogul Rupert Murdoch. Von 2015 bis 2018 Präsident des Medienkonzerns 21st Century Fox. Er verließ das Unternehmen im Streit um redaktionelle Inhalte. 2020 verließ er zudem das Board des News Corporation.
