Patroen Logo

Mehr als 629 Millionen Dollar: Patreon steigert Fan-Zahlungen

2025 verdienten Podcaster auf Patreon mehr als 629 Millionen Dollar – ein Plus von 33 Prozent zum Vorjahr. Damit ist Podcasting zum zweiten Mal in Folge die umsatzstärkste Kategorie auf der Plattform. Die Plattform deutet dies als Kurswechsel: Weg vom Reichweitenrennen, hin zu Geschäftsmodellen, die auf Fan-Beziehungen setzen.

Vom Massenpublikum zur Kernhörerschaft

Lange galt Podcasting als Wachstumsmarkt, getrieben von großen Netzwerken und immer neuen Shows. Doch die Feeds sind voll, Algorithmen filtern hart – und virale Clips bringen nicht zwingend treue Hörer. Gleichzeitig wächst die Bereitschaft der Fans, Podcasts direkt zu unterstützen. Laut Patreon produzieren inzwischen mehr als 47.000 Podcaster Inhalte für 7,6 Millionen zahlende Mitglieder.

Dass Nutzer zahlen, hat laut Patreon bestimmte Gründe: Sie wollen Nähe statt Noise. Exklusive Inhalte, Community-Gefühl und direkter Austausch mit Hosts haben für viele mehr Wert als die nächste TikTok-Compilation. Und Podcasting eignet sich wie kaum ein Medium für solche Bindungen: vertraute Stimmen, regelmäßige Uploads, die ein Gefühl von Beziehung.

Podcasting als Baugerüst für Creator-Geschäfte

Viele Podcaster betreiben längst mehr als nur eine Audio-Show, sondern ein ganzes Ökosystem. Sie produzieren Videos, Newsletter, bieten Live-Streams an und sie aktiv auf Social Media. Auf diese Multimedia-Creator möchte sich Patreon künftig stärker fokussieren. Die Plattform investiert in Tools wie ein Aufnahme-Studie für Podcasts und Livestreaming-Services.

Auch der Wettbewerb investiert in Creator-Fan-Bindung

Plattformen, die die Bindung und Bezahlung zwischen Fans und Creators kontrollieren, investieren aktuell stark ins eigene Ökosystem. Die Newsletter-Plattform Substack bietet eigenes Podcast-Hosting an und hat einen eigenen integrierten Social Feed. Auch Beehiiv, eine weitere Newsletter-Plattform, bietet mittlerweile Podcast-Hosting an.