Spotify hat am Montag weitere Entlassungen in seiner Podcast-Gruppe bekannt gegeben. Betroffen sind 15 Mitarbeiter, was etwa 3 Prozent der Belegschaft in diesem Bereich ausmacht. Das berichtet unter anderem Variety. Die Kürzungen betreffen vor allem das Netzwerk The Ringer sowie die Spotify Studios, wie eine interne Quelle berichtet.
Laut Spotify sollen die Maßnahmen dazu dienen, die Effizienz und Abstimmung zwischen den Teams zu verbessern. Kostenreduzierung sei angeblich nicht der Hauptgrund.
Die Entlassungen sind Teil einer längeren Reihe von Restrukturierungen im Podcast-Bereich des Unternehmens. Bereits im Juni 2025 hatte Spotify 15 Mitarbeiter aus denselben Abteilungen entlassen, was damals 5 Prozent der Belegschaft ausmachte. Noch gravierender waren die Einschnitte im Jahr 2023, als 200 Stellen im Podcast-Bereich gestrichen wurden. Insgesamt reduzierte Spotify zwischen Ende 2023 und Anfang 2024 seine weltweite Belegschaft um 17 Prozent, was etwa 1.500 Mitarbeiter betraf.
Betroffene und Auswirkungen
Zu den am Montag entlassenen Mitarbeitern gehören unter anderem Andrew Gruttadaro, der als Special Projects Lead bei The Ringer tätig war, und Miles Surrey, ein langjähriger Popkultur-Redakteur. Beide äußerten sich auf der Plattform X (ehemals Twitter) zu ihren Entlassungen und betonten ihre langjährige Arbeit und Erfolge bei The Ringer. Zudem wird die Podcast-Show „New York, New York With John Jastremski“, die sich auf Sport in New York konzentrierte, eingestellt.
Spotify hat sich bislang nicht offiziell zu den Entlassungen geäußert. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte gegenüber Variety, dass Spotify keine Stellung zu Personalentscheidungen nehme.
Hintergrund: Die Strategie von Spotify
Spotify hatte 2020 The Ringer für rund 250 Millionen US-Dollar übernommen, um seine Podcast-Sparte zu stärken. Mit der Übernahme wollte das Unternehmen von der Expertise des Gründers Bill Simmons profitieren und sich im Bereich Sport- und Popkultur-Podcasts etablieren. Doch die Podcast-Strategie des Unternehmens scheint zunehmend unter Druck zu geraten. Trotz Investitionen in multiformatige Inhalte und Video-Podcasts bleibt unklar, ob die Restrukturierungen langfristig erfolgreich sind.
