KI trifft Kultur: Aufruf der ARD

ARD fördert KI-basierte Kulturideen mit bis zu 300.000 Euro

Die ARD sucht ab sofort neue Kulturformate, die künstliche Intelligenz gezielt einsetzen. Unter dem Titel „KI trifft Kultur“ startet der Senderverbund einen Call for Ideas, der sich an Produzentinnen, Filmschaffende, Podcaster und Creator richtet. Gesucht werden Projekte, die Kultur aus neuen Blickwinkeln zeigen und für die Zielgruppe der 20- bis 49‑Jährigen relevant sind.

Die Ausschreibung ist breit angelegt: Eingereicht werden können sowohl KI‑Experimente mit bestehenden Tools als auch Formate, die auf selbst entwickelten Anwendungen basieren. Entscheidend ist, dass KI nicht nur als Zusatz dient, sondern das Projekt maßgeblich prägt. Gefragt sind non-fiktionale Produktionen mit nationaler Relevanz und deutlichem Deutschland-Bezug.

Die ARD legt zudem fest, wie die Formate aussehen sollen. Für die Mediathek sind serielle Reihen mit drei bis sechs Folgen vorgesehen, je 25 bis 60 Minuten lang. Möglich sind auch längere Einzelstücke. Für ARD Sounds gelten vier bis sechs Episoden pro Staffel. Der Kulturbegriff umfasst „kreativ-schöpferische Disziplinen“, von Street Art bis Oper.

Mitmachen können sowohl etablierte Produzenten als auch junge Talente. Erwartet werden neben der Projektidee Nachweise über Erfahrungen im Umgang mit KI, ein Umsetzungszeitplan und Angaben zur Zielgruppe. Die ARD bietet im Gegenzug inhaltliche Begleitung, Reichweite über ihre Plattformen und ein Produktionsbudget zwischen 100.000 und 300.000 Euro.

Die Frist für Einreichungen endet am 31. Mai 2026.