Die Journalistinnen Viola Funk und Dinah Rothenberg haben eine neue Produktionsfirma für dokumentarische Formate gegründet. Die Firma heißt Slowly Media und hat Standorte in Berlin und Essen.
Slowly Media produziert nach eigenen Angaben dokumentarische Audio- und Filmformate. Im Mittelpunkt stehen gesellschaftlich relevante Geschichten, investigative Recherche und traumasensible Berichterstattung. Die Gründerinnen betonen einen Zugang, der komplexe Themen differenziert, nachhaltig und verantwortungsvoll erzählt.
Zu den Auftraggebern, die Slowly Media ansprechen will, zählen öffentlich-rechtliche Sender, Streaming-Plattformen, Medienhäuser sowie Organisationen mit Bildungs- und Informationsauftrag.
Die erste Veröffentlichung von Slowly Media ist die englischsprachige Podcast-Reportage „Fortress Europe: The Fight for Refugees in Greece“. Die Produktion ist beim US-amerikanischen Investigativ-Podcast „Reveal“ erschienen, hinter dem das gemeinnützige Center for Investigative Reporting in San Francisco steht, das auch das Magazin „Mother Jones“ herausgibt. Die Reportage behandelt die Hintergründe der Festnahme des Menschenrechtsaktivisten Tommy Olsen im April und ist unter anderem auf Spotify und Apple Podcasts abrufbar.
Funk und Rothenberg arbeiteten zuvor beim Berliner Podcast-Studio ACB Stories. Das Studio produzierte Formate wie „Memento Moria“, „Springerstiefel – Fascho oder Punk?“, „190220 – Ein Jahr nach Hanau“, „Trauma Loveparade“ und „Deutschrap 25“, die unter anderem mit dem Grimme Online Award und dem Deutschen Podcastpreis ausgezeichnet wurden. Funk baute ACB Stories 2020 für die Berliner Digitalagentur A Color Bright auf und leitete das Studio bis Ende 2025. Rothenberg stieß 2022 als Head of Creative Development hinzu und war dort als Autorin, Produzentin und Moderatorin tätig.
