Werbekunden stehen auf Spotify künftig weitere Anzeigeformate zur Verfügung. Der Streaming-Dienst führt unter anderem Karussell-Anzeigen und das Sponsoring von Playlists ein. Damit reagiert das Unternehmen auch auf die steigende Relevanz von Video-Inhalten.
Karussell-Anzeigen machen Abverkauf möglich
Bei sogenannten „Carosel Ads” können Nutzer durch mehrere Produkte wischen. Bis zu sechs Elemente können Marken darin präsentieren, jeweils mit Bild, Link und kurzer Beschreibung. Die Anzeigen erscheinen im „Now Playing“-Bereich – dort, wo die Aufmerksamkeit am höchsten ist.
Ganz neu ist die Idee nicht. Meta etablierte das Karussell schon Mitte der 2010er-Jahre. Spotify bringt es erst jetzt, weil die App zunehmend visuell genutzt wird. Das Unternehmen setzt seit Monaten auf Video – bei Musik und Podcasts. Die Folge: Hörende werden zu Zuschauenden, und Werbekunden bekommen neue Flächen.
Sponsoring von Playlist wird möglich
Parallel startet Spotify sogenannte Playlist-Takeovers. Marken können Playlists wie „Rap Caviar“, „Today’s Top Hits“ oder „New Music Friday“ komplett sponsern. Dann erscheint ihr Name prominent auf der Hauptseite der Liste, und ihre Werbung läuft exklusiv. Dafür müssen Nutzer weniger Unterbrechungen ertragen – ein Zugeständnis an die Hörerfahrung.
Beide Formate bleiben der kostenlosen Spotify-Version vorbehalten.
Zudem rüstet das Unternehmen im Hintergrund auf. A/B-Tests und automatisches Bidding sind jetzt im Ads Manager verfügbar. Features, die anderswo längst Standard sind, aber für Spotify wichtig, um als vollwertiges Werbesystem wahrgenommen zu werden.
