Mit „Ask YouTube“ führt YouTube eine KI-Suche ein, die Fragen nicht mehr mit einer schlichten Trefferliste beantwortet, sondern mit zusammengefassten Textantworten – inklusive eingebetteter Videos als Quellen. Statt sich durch Suchergebnisse und Thumbnails zu klicken, sollen Nutzer künftig direkt eine Antwort bekommen, die sich auf den kompletten YouTube-Katalog stützt.
Aktuell wird die Funktion für Premium-User ab 18 Jahren in den USA ausgerollt.
Ein Chatbot für YouTube
Die Funktion ähnelt anderen Chatbots auf Basis großer Sprachmodelle. Der Unterschied: Ask YouTube kann direkt in Milliarden von Videos suchen, einschließlich Shorts. Die KI greift damit nicht nur auf Titel, Beschreibungstexte und Kapitelmarken zu, sondern offenbar auch auf Transkripte und Inhalte innerhalb der Videos. YouTube nennt als Beispiele Anfragen nach Tipps fürs Fahrradfahren oder Empfehlungen für Spiele eines bestimmten Genres.
Nach der ersten Antwort können Nutzer Rückfragen stellen oder auf vorgeschlagene Videos klicken. Damit rückt YouTube ein Stück von der klassischen Suchmaschine ab und hin zu einem dialogischen Interface. Wer eine Frage stellt, soll „fertige“ Antworten bekommen, nicht nur Material zum Selbstsortieren.
Löst YouTube das Discovery-Problem?
Für Video und Video-Podcasts auf YouTube könnte das die Auffindbarkeit deutlich verändern. Für YouTuber, die Selbsthilfe- und DIY-Inhalte anbieten, könnte die neue Funktion aber zum Problem werden: Nutzer holen sich die Information direkt aus dem Text statt das Video zu schauen. In der normalen Websuche nennt sich dieses Phänomen „zero click search”.
