Die COVID-19-Pandemie hat viele Lebensbereiche verändert – darunter auch, wo und wie Menschen Podcasts hören. Laut Edison Research hat sich der Trend zu mehr At-Home Listening nicht nur etabliert, sondern weiter verstärkt. Während 2019 nur 48 Prozent der wöchentlichen Podcast-Hörer angaben, Podcasts bevorzugt zu Hause zu hören, stieg diese Zahl 2020 auf 58 Prozent. Heute liegt der Wert bei 63 Prozent. Die Zahlen beziehen sich auf die USA.
Interessant ist, dass dieser Trend nicht einfach auf die Pandemie zurückzuführen ist. Vielmehr scheint das Zuhause für viele Hörer die ideale Umgebung für Podcasts zu bieten – sei es durch die Nutzung von Smart-TVs oder durch die Möglichkeit, Podcasts in entspannter Atmosphäre zu konsumieren. Edison Research hebt hervor, dass parallele Entwicklungen wie das Hören von Podcasts auf Fernsehern diesen Trend zusätzlich stützen.
Ein Blick zurück: Wie sich Hörgewohnheiten verändert haben
Vor der Pandemie war Podcast-Hören oft mit Mobilität verbunden – unterwegs, im Auto oder beim Sport. Doch die Lockdowns und Homeoffice-Zeiten führten zu einer Verschiebung hin zu stationären Hörorten. Während andere Audioformate wie Radio langsam wieder zu ihren traditionellen Hörgewohnheiten zurückkehren, bleibt der Podcast-Konsum zu Hause stabil.
Was bedeutet das für die Branche?
Die Zahlen von Edison Podcast Metrics zeigen, dass sich die Podcast-Branche an diese Veränderungen angepasst hat. Mit einer breiten Palette an Inhalten, die speziell für das Hören zu Hause optimiert sind, und der wachsenden Integration von Podcasts in Smart-Home-Geräte, wird deutlich, dass die Branche diesen Trend aktiv unterstützt.
Für Produzenten und Plattformen könnte dies bedeuten, dass Inhalte und Formate stärker auf das „Zuhause-Hören“ zugeschnitten werden müssen. Video-Podcasts, die auf Smart-TVs konsumiert werden, sowie längere Episoden, die sich für entspannte Abende eignen, könnten weiter an Bedeutung gewinnen.
