So wirksam sind Untertitel auf YouTube

Headliner-Befragung: Wer seine Podcast-Videos untertitelt, wächst schneller auf YouTube

Headliner hat 250 Podcaster*innen befragt, wie sie YouTube nutzen – und welchen Effekt Untertitel haben. Das Ergebnis: Die meisten Shows landen inzwischen auf YouTube, aber nur ein kleiner Teil wird konsequent untertitelt. Auch wenn die Stichprobe klein ist, sind die Erkenntnisse doch interessant.

YouTube wird wichtiger für Podcaster

83 Prozent der Befragten veröffentlichen ihre Podcasts auf YouTube. Davon wiederum machen es 71 Prozent für Wachstum und 50 Prozent, um ihre Auffindbarkeit zu verbessern.

Gründe für YouTube

90 Prozent laden ganze Episoden bei YouTube hoch, 24 Prozent einzelne Segmente ab 3 Minuten Länge. YouTube Shorts nutzen 55 Prozent.

Arten von Video-Podcasts

Auch bei der Regelmäßigkeit ergibt sich ein klares Bild: 83 Prozent laden jede Episode bei YouTube hoch, sieben Prozent nur die wichtigsten.

Untertitel bisher kaum etabliert

Trotz der großen Aktivität auf YouTube nutzen nur wenige Podcaster Untertitel. 31 Prozent fügen nie Untertitel hinzu, 22 Prozent manchmal und rund ein Viertel immer. Dabei könnte sich die zusätzliche Arbeit lohnen.

63 Prozent der Podcaster, die Untertitel bereits nutzen, berichten von mehr Ansichten ihrer Videos. Über die Hälfte gibt an, dass ihre Videos dadurch mehr Impressionen erhalten. 46 Prozent sagen, Untertitel würden ihnen eine höhere Watchtime bringen.

Allerdings geben auch 59 Prozent derer, die Untertitel nutzen, an, dass sie den Effekt von Untertiteln nicht wirklich messen. Ob die höhere Anzahl von Ansichten und die verbesserte Watchtime also wirklich mit den Untertiteln zu tun haben, bleibt nicht mehr als eine Hypothese.

So werden Untertitel erstellt

In der Umfrage nennen Creator drei Wege, um Untertitel hinzuzufügen:

  • Offene Untertitel (baked-in): Sie werden ins Bild eingebrannt und sind immer sichtbar. Besonders verbreitet bei Shorts und Clips, die im stummen Autoplay laufen.
  • Geschlossene Untertitel (Datei-Upload): Hier lädt man eine Untertitel-Datei bei YouTube hoch. Nutzer:innen können sie ein- und ausschalten, YouTube kann den Text indexieren. Ideal für ganze Episoden.
  • YouTube-Auto-Captions: Schnell und kostenlos, aber fehleranfällig – vor allem bei Eigennamen, Fachbegriffen, Akzenten und schnellem Sprechen.

Von den Befragten sagen 55 Prozent, dass sie gestylte, baked-in Untertitel nutzen. 25 Prozent laden selbstständig ein Transkript hoch. 38 Prozent vertrauen auf YouTubes automatische Untertitel.