Nach dem Erfolg des True-Crime-Podcasts „Die Jägerin“ gehen die Süddeutsche Zeitung (SZ) und die Produktionsfirma Auf Ex Productions eine langfristige Partnerschaft ein. Die Kooperation umfasst die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung neuer Podcast-Serien, die sich durch tiefgehende Recherche und hochwertige Produktion auszeichnen sollen.
Auf Ex und die SZ wollen gemeinsam an Konzeption, Recherche und Skripterstellung arbeiten, die Produktion übernimmt die SZ. Die neuen Serien sollen episodisch auf allen gängigen Podcast-Plattformen veröffentlicht werden. Abonnentinnen und Abonnenten von SZ Plus sollen alle Folgen direkt zum Release hören können. Ein konkretes neues Format wurde allerdings noch nicht angekündigt.
Die Süddeutsche Zeitung kooperierte bereits 2023 für den Podcast „Die Jägerin“ mit Auf Ex. Im Mittelpunkt des Podcasts steht die Geschichte einer Frau, die zur Ermittlerin in ihrem eigenen Fall wird. Der Podcast beleuchtet dabei nicht nur die juristischen und kriminalistischen Aspekte, sondern auch die persönlichen und emotionalen Herausforderungen der Protagonistin. Seit Dezember 2025 läuft die zweite Staffel der Serie.
Medienhäuser verfolgen unterschiedliche Podcast-Strategien
Die SZ setzt bei Podcasts seit langen auf einen kooperativen Ansatz. Über zwei Staffeln arbeitete der Münchner Verlag mit Spotify an dem Podcast „Wirecard: 1,9 Milliarden Lügen” über den Fall Wirecard.
DIE ZEIT hingegen verfolgt mittlerweile eine „Pay-First”-Strategie und setzt große Teil des Podcast-Archivs hinter die Bezahlschranke, um Podcast-Fans zu zahlenden Abonnenten und Abonnentinnen zu machen. Im vergangenen Jahr startet sie zudem ein Podcast-Abo.
Auch das Handelsblatt setzt mittlerweile mehr auf Podcasts als Abonnement-Extra. Erst im November 2025 startete der erste Abo-Podcast „Catching Chris”. Mit „Handelsblatt Invest” folgte im Januar das zweite Format für zahlende Nutzer.
