Tim Gabel bei den YouTube Podcast Awards

Von Tim Gabel bis „Lanz & Precht“: Gewinner der ersten YouTube Podcast Awards

Am 25. Februar wurden in Berlin erstmals die YouTube Podcast Awards verliehen. Die Streaming-Plattform will mit der Auszeichnung die wachsenen Bedeutung von Video-Podcasts in Deutschland unterstreichen. Viele Branchen-Kenner wunderten sich über das Event.

Die YouTube Podcast Awards wurden in sieben Kategorien verliehen, wobei jeweils nur die Gewinner, aber nicht die Nominierten bekannt gegeben wurden.

Die Gewinner im Überblick:

  • Podcasting Legend: Tim Gabel
  • Media: Markus Lanz und Richard David Precht mit „Lanz & Precht“
  • Independent Journalism: Tilo Jung mit „Jung & Naiv“
  • Studio of the Year: Studio Bummens
  • Audio to Video: Paul Ronzheimer mit „Ronzheimer“
  • Multi Format: AnKat
  • Mixed Duo: Die Nervigen

Tim Gabel: Laut YouTube eine Legende

Der prestigeträchtigste Preis des Abends, der Podcasting Legend Award, ging an Tim Gabel. Laut YouTube prägt er seit 2013 „mit seinem Gespür für Formate und Communitys die Entwicklung von Video-Podcasts in Deutschland”. Gabels Erfolg zeige wie Creator auf YouTube über Jahre hinweg wachsen und ganze Genres mitgestalten können.

Laut YouTube wurden für die Kategorie „Podcast Legend” nur Podcaster berücksichtigt, die seit mindestens zehn Jahren auf YouTube aktiv sind.

Vielfalt und Innovation: Die deutsche Podcast-Szene

Die weiteren Gewinner bildene verschiedene Genres der Branche ab. „Lanz & Precht“ verbindet gesellschaftliche Debatten mit hoher Formatkraft, während Tilo Jung mit „Jung & Naiv“ die Bedeutung von Video-Podcasts für unabhängigen Journalismus unterstreicht. Formate wie „Ronzheimer“ und „AnKat“ zeigen, wie Video-Podcasts sowohl im Journalismus als auch im Entertainment neue Maßstäbe setzen.

Laut YouTube wurden plattform-eigene Daten für die Ermittlung der Gewinner herangezogen, unter anderem Watchtime pro Episode, Interaktionen und die Anzahl der Subscriber. Zudem seinen Stimmen einen internen Expertenjury ausgewertet wurden. Wer Teil dieser Jury war, gab YouTube nicht bekannt.

Branchenkenner wundern sich

In der Podcast-Szene wunderten sich so manche Branchen-Kenner über die Verleihung des Awards, da vorher keinerlei Kommunikation stattgefunden hat. Podcast-Expertin Denise Fernholz wunderte sich in ihrem Newsletter, auch die Gründer vom Produktionsstudio BosePark, Su Holder und Chris Guse, haben vorher nicht von der Verleihung gewusst. Guse sagte dazu im studioeigenen Podcast „Übers Podcasten”: „Aber es hat was stattgefunden, das irgendwie völlig an mir und ich glaube auch an dir vorübergegangen ist. Oder hast du von den YouTube Podcast Awards was gehört und die mitbekommen?”

Was YouTube für Podcasting bedeutet

YouTube hat sich als eine zentrale Plattform für Video-Podcasts etabliert. Laut einer Studie von Edison Research ist YouTube in den USA bereits der meistgenutzte Dienst für Podcasts. In der Podcast-Studie 2025 vom Vermarkter Podstars und dem Marktforschungsunternehmer Appinio, geben 74 Prozent der Befragten an, Video-Podcasts über YouTube zu konsumieren.

Allerdings nutzen viele YouTube nur als Secondscreen. In der Studie „The Podcast Landscape 2025“ von Sounds Profitable gaben 22 Prozent an, auch Video-Podcasts überwiegend als Audio zu hören.