Der Tech-Journalist und Podcaster Kevin Roose verlässt die „New York Times“. Gemeinsam mit seinem „Hard Fork“-Co-Host Casey Newton will er eine eigene Podcast-Firma aufbauen. Das kündigte Roose in seinem Newsletter an.
Demnach endet seine Zeit als festangestellter Times-Reporter im August – zusammen mit der letzten Folge von „Hard Fork“ in der jetzigen Form. Wie der neue Podcast heißen wird, steht aktuell noch nicht fest.
Roose bezeichnet sich als „podcast-pilled“
„Around 2018, I got podcast-pilled”, schreibt Roose. Für die New York Times moderierte er 2018 zunächst eine Folge des News-Podcasts „The Daily”, 2020 hostete er den Storytelling-Podcast „Rabbit Hole”.
Den größten Bekanntheitsschub brachte aber „Hard Fork“. Er moderiert das Gesprächsformat über Technologie und künstliche Intelligenz seit 2022 mit dem Journalisten Casey Newton.
In seinem Newsletter beschreibt Roose, wie das Format über knapp vier Jahre gewachsen ist: Fast 200 Episoden, Live-Shows, eine Nennung in der TIME-Liste der „100 besten Podcasts aller Zeiten“ und Interviews mit den zentralen Figuren der KI-Branche – von Sam Altman über Dario Amodei bis Demis Hassabis. Der Kern des Erfolgs: zwei Reporter, die sich gut kennen, sich gegenseitig widersprechen dürfen und komplizierte Technikthemen mit Humor erklären.
Genau dieses Erfolgsrezept sollen das neue Podcast-Unternehmen und der kommende Podcast weiterführen – nur eben nicht mehr unter dem Dach der New York Times. Roose und Newton wollen nach eigenen Angaben eine Firma aufbauen, die den KI-Fortschritt ernst nimmt, Risiken klar benennt und das Publikum in Zeiten technologischer Überforderung informieren und unterhalten soll. Konkrete Details bleiben allerdings noch vage: Es gibt weder einen Namen für das Unternehmen noch für die neue Show. Auch Finanzierungsmodell, Veröffentlichungsrhythmus und mögliche Video-Pläne sind offen.
