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Mathias Döpfner will Axel Springer zur Creator-Plattform machen

Axel-Springer-CEO Mathias Döpfner möchte aus dem Verlag eine „Creator Platform“ machen, das sei das größte Transformationsziel des Hauses. Content Creator will man wie ein Musiklabel aufbauen. Das verriet Döpfner in einem Interview mit der dpa.

Menschen folgen Menschen

Döpfner sieht Vertrauen als wichtigstes Gut im Journalismus und als Differenzierungsmerkmal zu Social Media und künstlicher Intelligenz. Vertrauen werde heute jedoch eher einzelnen Menschen wie Content Creatorn entgegenbracht als Medienmarken.

Die Zukunft von Axel Springer sieht Döpfner daher im Aufbau eines Talentpools von journalistischen Creatorn. „Journalisten als eigenständige Medienmarken zu entwickeln und auch wirtschaftlich erfolgreich zu machen, darin sehe ich eine strategisch zentrale Aufgabe. Ich möchte Axel Springer über die nächsten Jahre zu einer Creator Platform entwickeln,“ sagt Döpfner.

Als mögliche Talente sieht er Autorinnen und Autoren, Achroman, Podcaster, Video Creator oder auch klassische Influencer. Axel Springer würde dabei als sowas wie ein Plattenlabel fungieren, das ein gemeinsames Werte- und Qualitätsverständnis bereitstellt.

Paul Ronzheimer als Vorbild

Wie es funktionieren kann, zeigt Axel Springer bereits mit Paul Ronzheimer. Der ehemalige Bild-Reporter gehört mittlerweile zum „Global Reporters Network“ von Axel Springer und führt als Gastgeber durch den Podcast „RONZHEIMER.“.

Bei Medieninsider sprach RONZHEIMER-Producer Daniel van Moll jüngst über die wechselseitigen Vorteile des Modells: „Alle Springer-Marken profitieren von unserem Output. Wir beliefern bild.de mit Videos, die Folgen liefern meistens auch Artikel, die auf bild.de und nicht selten auch bei WELT laufen. Die Springer-Brands profitieren – und wir profitieren von den Strukturen.“

bild.de bindet Creator ein

Seit Anfang August integriert bild.de zudem direkt Creator-Inhalte in die reichweitenstarke Startseite. Der sogenannte „Creator Club“ vermehrt das Video-Inventar der Medienmarken und schafft zudem neue Ansätze der Monetarisierung. Inhaltlich zielt das Programm aktuell auf Themen wie Beauty, Finanzen, Food und Recht.